Blende — Fotografie als Praxis und Geschichte.
Blende ist ein monatlich erscheinendes deutschsprachiges Fachmagazin für Fotografie, Bild-Praxis und Foto-Geschichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir schreiben über die Foto-Praxis-Disziplinen zwischen Portrait, Landschaft, Street, Makro und HDR, über die Kamera-Architektur zwischen DSLR-Tradition und Spiegellos-Welle mit Sony Alpha, Fujifilm X, Canon R und Nikon Z, über die RAW-Bearbeitungs-Welt zwischen Adobe Lightroom (Industrie-Standard seit 2007), Capture One und der KI-Welle der Bildbearbeitung mit Topaz und Skylum, über die Bildkultur zwischen Magnum-Tradition seit 1947, der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh seit 1951) und zeitgenössischen deutschen Spitzen wie Andreas Gursky und Wolfgang Tillmans, über das Bildrecht zwischen KunstUrhG, Panoramafreiheit und DSGVO und über die Foto-Geschichte seit Louis Daguerres erstem Foto-Verfahren 1839. Keine Hersteller-PR, keine Affiliate-Vermittlung, keine Bild-Plattform-Werbung. Ein redaktionelles Foto-Fachmagazin, das die Fotografie als gleichzeitig handwerkliche, technische, rechtliche und kulturhistorische Disziplin behandelt.
Blende ist explizit keine Wiederbelebung eines früher unter dieser Domain veröffentlichenden Foto-Blogs und kein konkretes Bild-Archiv. Das Magazin steht in keiner personellen Verbindung zu einer Vorgänger-Bloggerin oder einem konkreten Bild-Roster.
Der Takt ist monatlich. Sechs Ressorts — Praxis, Technik, Bearbeitung, Bildkultur, Recht, Geschichte — bilden das Gerüst. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt in der laufenden Diskussion um die Auswirkung der KI-Bildgenerierung auf die fotografische Authentizität (nach drei Jahren der DALL-E-/Midjourney-/Stable Diffusion-Welle seit 2022) und in einer Bestandsaufnahme der C2PA-Content-Authenticity-Initiative mit ihrer Hardware-Signatur-Architektur in Kameras von Leica und Sony.
Der Name Blende ist Programm. Die Blende — die Kamera-Blendenöffnung mit ihrer charakteristischen Lamellen-Architektur (typisch 5-9 Lamellen für klassische Bokeh-Wiedergabe), als fundamentaler fotografischer Parameter zwischen Lichtmenge (mit der f-Stop-Skala f/1,4 bis f/22 als Standard) und Schärfentiefe (große Blende = wenig Schärfentiefe für Portrait-Schwerpunkt, kleine Blende = viel Schärfentiefe für Landschafts-Fotografie) — ist mehr als ein Kamera-Bauteil: Sie ist die fundamentale gestalterische Klammer der Fotografie, die handwerkliche Disziplin der Belichtungs-Wahl und die kulturelle Markierung der fotografischen Tradition. Wir verwenden den Begriff als programmatische Selbstverortung: ein Fachmagazin, das die Fotografie an ihrer fundamentalen optischen Grundlage behandelt.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen der jahrhundertealten Foto-Tradition und der gegenwärtigen technisch-regulatorischen Realität. Die Daguerreotypie seit 1839 hat die Foto-Welt begründet — aber die KI-Bildgenerierung seit DALL-E 2 (April 2022) hat die fotografische Authentizität-Frage grundlegend neu gestellt. Die Magnum-Tradition seit 1947 ist als Pionier-Kooperative etabliert — aber die wachsende Diskussion um Repräsentations-Ethik in der Foto-Welt (insbesondere in der Krisengebiet-Fotografie) zeigt die anhaltende Wandlung der Bildkultur. Das KunstUrhG seit 1907 ist die zentrale Personen-Aufnahme-Rechtsgrundlage — aber die DSGVO seit Mai 2018 und die DSM-Richtlinie der EU 2019/790 haben die Foto-Rechts-Welt seit den 2010ern fundamental neu sortiert. Wir lesen das nicht als Tech-Hype-Geschichte, sondern als die normale Spannung zwischen Tradition und Praxis-Realität.
Geschrieben ist Blende für Indie-Fotograf:innen (Hobby + semi-professionell), für Foto-Kurs-Teilnehmer:innen, für Foto-Schul-Beschäftigte, für Foto-Galerie-Aktive, für Bildjournalist:innen und für ein allgemeines kunst- und visuell-interessiertes Publikum. Wir setzen Vertrautheit mit foto-fachlicher Terminologie voraus (Blende, Verschlusszeit, ISO-Empfindlichkeit, Schärfentiefe, Bokeh, Brennweite, Vollformat/APS-C, RAW, HDR, Langzeitbelichtung), aber kein Hochschul-Studium der Fotografie.
Gastbeiträge
Blende nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen.
Fotografie ist für uns kein Konsumtechnik-Spielfeld. Sie ist die handwerklich-gestalterische Disziplin, in der eine f/2,8-Blende am Vormittag die visuelle Bildsprache einer ganzen Generation prägt.